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Zitatesammlung

Auf der Startseite sehen Sie eine persönlich getroffene Auswahl von Zitaten und Gedichten. Diese erscheinen zufallsgeneriert; bei jedem Pagereload kann also ein anderes Zitat erscheinen als zuvor. Hier sind alle Zitate aufgelistet:

  • „Die Gemeinsamkeit des sozialen Reagierens ist wesentlich die des sozialen Drucks. Nur darum vermag die empirische Sozialforschung in ihrer Konzeption des Mehrzahlbereichs so souverän über die Individuation sich hinwegzusetzen, weil diese bis heute ideologisch blieb, weil die Menschen noch keine sind. In einer befreiten Gesellschaft würde die Statistik positiv, was sie heute negativ ist, eine Verwaltungswissenschaft, aber wirklich eine zur Verwaltung von Sachen, nämlich Konsumgütern, und nicht von Menschen.“ – Theodor W. Adorno, 1957
  • „Ein Mann, der was zu sagen hat und keine Zuhörer findet, ist schlimm dran. Noch schlimmer sind Zuhörer dran, die keinen finden, der ihnen etwas zu sagen hat.“ – Bertolt Brecht, 1927
  • „Das Trickwort Pluralismus hat einen genauen deutschen Sinn. Pluralismus, das bedeutet die Alleinherrschaft der schlechten Seite.“ – Peter Hacks, 2000
  • „Gar nichts erlebt. Auch schön.“ – Mozart, Tagebuch vom 13. Juli 1770
  • „Die Krise besteht gerade in der Tatsache, dass das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann: In diesem Interregnum kommt es zu den unterschiedlichsten Krankheitserscheinungen.“ – Antonio Gramsci, 1930
  • „Wir verbrennen zwar keine Hexen mehr, dafür aber jeden Brief, worin eine derbe Wahrheit gesagt ist.“ – Georg Christoph Lichtenberg, 1778
  • „Society never advances. It recedes as fast on one side as it gains on the other. It undergoes continual changes; it is barbarous, it is civilised, it is Christianised, it is rich, it is scientific; but this change is not amelioration. For everything that is given, something is taken. Society acquires new arts, and loses old instincts. What a contrast between the well-clad, reading, writing, thinking American, with a watch, a pencil, and a bill of exchange in his pocket, and the naked New-Zealander, whose property is a club, a spear, a mat, and an undivided twentieth of a shed to sleep under! But compare the health of the two men, and you shall see that the white man has lost his aboriginal strength. […] The civilised man has built a coach, but has lost the use of feet. He is supported on crutches; but lacks so much support of muscle. He has a fine Geneva watch, but he fails of the skill to tell the hour by the sun. […] The arts and inventions of each period are only its costume, and do not invigorate them. The harm of the improved machinery may compensate its good.“ – Ralph W. Emerson, 1841
  • „Der Krieg ist darin schlimm, dass er mehr böse Leute macht, als er deren wegnimmt.“ – Immanuel Kant, 1795
  • “Sich jeder Meinung hingeben und eine Seelenhure sein.” – Jean Paul
  • „Es ist immer dasselbe, Lebendes wie Totes, Waches wie Schlafendes, Junges wie Altes. Das eine schlägt um in das andere, das andere wiederum schlägt in das eine um.“ – Heraklit, 5. Jh. v. Chr.
  • „Sie verstehen nicht, wie das Auseinandergehende mit sich selbst zusammengeht: gegenspännige Zusammenfügung wie von Bogen und Leier.“ – Heraklit, 5. Jh. v. Chr.
  • „Lernen ist wie Rudern gegen den Strom. Hört man damit auf, treibt man zurück.“ – Lǎozǐ, 6. Jh. v. Chr.
  • „Der Wissende redet nicht. Der Redende weiß nicht.“ – Lǎozǐ, 6. Jh. v. Chr.
  • „Sorge dich um den Beifall der Leute, und du wirst ihr Gefangener sein.“ – Lǎozǐ, 6. Jh. v. Chr.
  • „Versuche die Menschen glücklich zu machen, und du legst das Fundament für das Elend. Versuche die Menschen moralisch zu machen, und du legst das Fundament für das Laster.“ – Lǎozǐ, 6. Jh. v. Chr.
  • „Der Zielinhalt, das Zielbild im Naturrecht ist nicht das menschliche Glück [wie in den Sozialutopien], sondern aufrechter Gang, menschliche Würde, Orthopädie des aufrechten Gangs, also kein gekrümmter Rücken vor Königsthronen usw., sondern Entdeckung der menschlichen Würde, die eben gleichwohl zum großen Teil nicht aus den Verhältnissen abgeleitet wird, denen man sich anpaßt, sondern (…) von dem neuen, stolzen Begriff des Menschen als einem nicht kriecherischen, reptilhaften, vielmehr einem mit hoch erhobenem Kopf, was uns verpflichtet und uns vor den Tieren auszeichnet und unterscheidet.“ – Ernst Bloch, 1974
  • „Philosophie und Studium der wirklichen Welt verhalten sich zueinander wie Onanie und Geschlechtsliebe.“ – Karl Marx, 1846
  • „Es ist nicht genug zu wissen – man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch tun.“ – Johann Wolfgang von Goethe, 1807
  • „Die Akkumulation ist in einem ausschließlichen kapitalistischen Milieu unmöglich. Daher vom ersten Moment der Kapitalentwicklung der Drang zur Expansion auf nichtkapitalistische Schichten und Länder, der Ruin des Handwerks und des Bauerntums, die Proletarisierung der Mittelschichten, die Kolonialpolitik, ‚Erschließungspolitik‘, Kapitalausfuhr. Nur durch ständige Expansion auf neue Produktionsdomänen und neue Länder ist die Existenz und die Entwicklung des Kapitalismus seit jeher mögliche gewesen. Aber die Expansion führt in ihrem Weltdrang zum Zusammenstoß zwischen dem Kapital und den vorkapitalistischen Gesellschaftsformen. Daher Gewalt, Krieg, Revolution, kurz: Katastrophe, das Lebenselement des Kapitalismus von Anfang bis zu Ende.“ – Rosa Luxemburg, 1913
  • Häuptling Osolemirnix: „Sehr erfreut, dich wieder zu sehen, Waggonlix!“
    Waggonlix: „Wenn ich denke, dass wir schon Wahlen abhalten wollten, um einen neuen Häuptling zu haben! Die Urnen sind bereits gefüllt.“
    Asterix: „Was? Die Urnen sind schon vor dem Wahltermin voll?“
    Häuptling Osolemirnix: „Natürlich. Aber wir werfen sie ins Meer, ohne sie geöffnet zu haben, und dann gewinnt der Stärkere. So ist es bei uns Brauch.“ – Asterix in Korsika, 1973
  • „Der Glaube, dass es Stücke unserer Welt gebe, die nichts als ‚Mittel‘ – seien, denen ad lib. ‚gute Zwecke‘ – angehängt werden können, ist reine Illusion. Die Einrichtungen selbst sind Fakten; und zwar solche, die uns prägen. Und diese Tatsache, dass sie uns, gleich welchem Zwecke wir sie dienstbar machen, prägen, wird nicht dadurch, dass wir sie verbal zu ‚Mitteln‘ – degradieren, aus der Welt geschafft. In der Tat hat die grobe Zerspaltung unseres Lebens in ‚Mittel‘ – und ‚Zwecke‘, wie sie in diesem Argument vollzogen wird, mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Unser von Technik erfülltes Dasein zerfällt nicht in einzelne, säuberlich gegeneinander abgegrenzte, Wegstücke, von denen sich die einen durch das Straßenschild ‚Mittel‘, die anderen durch das ‚Zwecke‘ – ausweisen. Legitim ist diese Aufteilung nur bei Einzelhandlungen und isolierten maschinellen Prozeduren. Dort, wo es ums ‚Ganze‘ – geht, in der Politik oder in der Philosophie, nicht.“ – Günther Anders, 1956
  • „Nun schärft der Wind seine Klinge am Bergfels.
    Die Kälte bohrt ihren Speer durch die Äste der Bäume.
    Der Gong einer fernen Pagode
    beschleunigt die Schritte der Reisenden,
    und Knaben spielen Flöte,
    wenn sie die Büffel durch das Zwielicht heimtreiben.“
    「风如利剑磨山石,
    寒似尖锋刺树枝.
    远寺钟声催客步,
    牧童吹笛引牛归.」- Hồ Chí Minh, 1942
  • „Leben wie ein Baum einzeln und frei
    und brüderlich wie ein Wald
    das ist unsere Sehnsucht.“
    „Yaşamak bir ağaç gibi
    tek ve hür ve bir orman gibi
    kardeşçesine,
    bu hasret bizim.“ – Nâzım Hikmet, 1986
  • „Die entzauberte Welt, die von jenen unerschrockenen Kämpfern gegen den tyrannischen Aberglauben im siebzehnten Jahrhundert aufs Panier gehoben wurde, lebt heute, lange nach dem Sieg, kulturell insgeheim von den Residuen ihres mythischen Erbes, zu dem längst auch die metaphysische Philosophie sich rechnen muss. Unterirdisch, ohne Wissen von sich selbst, existiert noch etwas von jener Kraft. Sonst zerginge jedes Glück vor der Scheidekunst der Subjektivität. Was in der späten Gegenwart überhaupt noch das Leben lebenswürdig macht, zehrt von der Wärme, die jeder Lust, jeder Liebe zu einem Ding einmal innewohnte: Glück hat archaische Züge, und die Folgerichtigkeit, mit der sie beseitigt werden, zieht das Unglück und die seelische Leere nach sich. In der Freude an einem Garten zittert noch das klitische Element nach, das den Gärten zukam, als sie den Göttern gehörten und für sie gepflegt wurden. Sind jene Fäden einmal durchschnitten, dann mag von der Freude und dem Glück noch ein Nachbild übrig bleiben, aber ihr inneres Leben ist ausgelöscht, und das Nachbild kann nicht lange dauern.“ – Max Horkheimer, 1951
  • „Ich weiß, dass in diesen Zeiten der Moderne, wo Intelligenzkoeffizienten durch Bankkonten, Poesie durch Werbespots, und die Wissenschaft durch verbales Geschwätz ersetzt werden, es irgendwie anachronistisch klingt, von Träumen zu reden. Trotzdem bleibt der Kampf der Indios in Mexiko ein Traum, in dem nicht nur vom Morgen geträumt wird, in den die Farbe der Erde mit einbezogen ist. Er ist auch und vor allem ein Traum, in dem gekämpft wird, auf das Erwachen dieses Morgens zu drängen. Wir Indiovölker erheben uns genau dann, wenn das, was uns verwehrt wird, stärker und beständiger zu sein scheint. Weil nämlich genau unser Traum schon errät, dass die Denkmäler, die sich der Neoliberalismus errichtet, nichts weiter als zukünftige Ruinen sind.“ – Subcommandante Marcos, 2001
  • „One should be working against the established institutions, while working in them, but not simply by ‚boring from within‘, rather by ‚doing the job‘, learning (how to program and read computers, how to each at all levels of education, how to use the mass media, how to organize production, how to recognize and eschew planned obsolescence, how to design, et cetera), and at the same time preserving ones own consciousness in working with the others. […] [Counterinstitutions] have long been an aim of the movement, but the lack of funds was greatly responsible for their weakness and their inferior quality. They must be made competitive. This is especially important for the development of radical, ‚free‘ – media. […] They can be competitive, that is to say, apt to counteract Establishment education, not only where they fill a vacuum or where their quality is not only different but also superior. The collection of large funds for the operation of effective counterinstitutions requires compromises.“ – Herbert Marcuse, 1972
  • „Wir wollen das Wenige teilen, das hier auf den Antillen wächst,
    je eine Mango, für je einen Mund:
    O.K., wir benutzen euere Sprache
    Schaffen unsere eigene jedoch nicht ab;
    wir verlangen, dass ihr versteht.
    dass ihr uns nicht versteht.
    Vielleicht beginnt ihr den Dialog damit,
    nicht mehr so laut zu sprechen – wir haben die Nase voll von euerem Lärm.“ – Pamela Mordecai
  • „Was die Soziologen die ‚Begegnung der Kulturen‘ – nennen, [ist] ein elegantes Schlagwort, hinter dem sich für gewöhnlich ein Verbrechen verbirgt. Nämlich nichts anderes als die Vernichtung der Indios, ihre schweigende Auslöschung, wie ein Stück Erde, das in den Tempeln des Unwetters untergeht.“ – Abel Posse, 1995
  • „An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.“ – Erich Kästner, 1959
  • „Der Mensch kann sich nur selbst befreien oder entwickeln. Er kann sich nicht von jemand anderem befreien oder entwickeln lassen. Denn der Mensch macht sich selbst zum Menschen. Er hat die Fähigkeit, wohlüberlegt und für selbst gesetzte Ziele zu handeln, dies unterscheidet ihn von den anderen Lebewesen. Die Erweiterung seines eigenen Bewusstseins und seiner Gewalt über sich selbst, seine Umgebung und seine Gesellschaft, muss daher schließlich das sein, was wir für Entwicklung halten. Es geht also um Entwicklung für den Menschen, durch den Menschen und des Menschen. Dasselbe gilt für Erziehung, Bildung und Ausbildung. Das Ziel ist die Befreiung des Menschen von den Behinderungen und Beschränkungen durch Unwissenheit und Abhängigkeit.“ – Julius K. Nyerere, 1976